Die Geschichte des VZSP

Der Verein Zürcher Sozialprojekte (VZSP) wurde im Jahr 1994 gegründet mit dem Ziel, Lücken im bestehenden Sozialangebot aufzuzeigen und die Trägerschaft geeigneter Projekte zu übernehmen. Erste Präsidentin des Vereins war die in der Stadt Zürich sehr populäre Stadträtin Dr. Emilie Lieberherr.

1994 reichte der damalige Gemeinderat und Vizepräsident des Vereins, Ueli Schwarzmann, dem Stadtparlament ein Postulat ein mit dem Ziel, eine Anlaufstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt zu schaffen. Mit der Annahme des Postulats durch den Gemeinderat der Stadt Zürich entstand ein neues Projekt, das in den VZSP integriert wurde.

Im April 1995 konnte der Verein zwei Beratungsstellen eröffnen. Die "Kontaktstelle für Kinder von drogenabhängigen Eltern" und die "Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt".

1996 wurde die "Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt" durch den Regierungsrat des Kantons Zürich anerkannt und erhielt dadurch den Status einer kantonal anerkannten Opferhilfe Beratungsstelle. Aufgrund der praktischen Erfahrungen der ersten Betriebsjahre erfolgte 1999 eine Anpassung und Ausweitung der Zielgruppe und des Angebotes. Entsprechend wurde die Beratungsstelle in "Opferberatungsstelle für gewaltbetroffene Jungen und Männer" umbenannt. Infolge einer kantonalen Reorganisation werden jugendliche und männliche Gewaltopfer seit 1.1.2010 von der allgemeinen Opferhilfe-Beratungsstelle (heute: Opferberatung Zürich) unterstützt.

Die Zürcher Arbeitsgruppe für Jugendprobleme (ZAGJP) leistete von 1991 bis 1997 unter anderem auch Präventionsarbeit für männliche Sexworker. Im Jahr 1997 wurde die ZAGJP aufgelöst. Der Verein Zürcher Sozialprojekte übernahm 1996 die Realisierung des Projektes Herrmann. Die Beratungsstelle Herrmann konnte 1997 eröffnet werden. Herrmann hat per 1.4.2006 mit der Zürcher Aidshilfe fusioniert und wird ab diesem Datum unter der Trägerschaft der ZAH weitergeführt.

Der VZSP wurde an der Mitgliederversammlung vom 12. November 2014 aufgelöst und im Jahr 2015 liquidiert.

 

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